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Nordrhein-Westfalen

Bildungsscheck

Wer wird gefördert?
Den Bildungsscheck können Erwerbstätige, Berufsrückkehrende und Unternehmen erhalten. Er wendet sich an Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen mit maximal 249 Mitarbeitern. Besonders im Fokus stehen Menschen mit Migrationshintergrund, Beschäftige ohne Berufsabschluss, Ältere sowie atypisch Beschäftigte (Erwerbstätige mit befristeten Arbeitsverträgen, Teilzeitkräfte, Leiharbeiterinnen und -arbeiter, geringfügig Beschäftigte). Gefördert werden Personen im individuellen Zugang, die in Nordrhein-Westfalen wohnen oder arbeiten und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 30.000 Euro (bzw. 60.000 Euro bei gemeinsamer Veranlagung) nicht überschreitet. Wird der Bildungsscheck im betrieblichen Zugang über den Arbeitgeber ausgegeben, gilt ein Brutto-Gehalt von 39.000 Euro als Obergrenze.

Was wird gefördert?
Der Bildungsscheck kann für Weiterbildungen zur beruflichen Qualifizierung sowie für den Erwerb fachlicher Kompetenzen oder Schlüsselqualifikationen eingesetzt werden. Nicht förderfähig sind arbeitsplatzbezogene Anpassungsqualifizierungen wie etwa Schulungen an Maschinen.

Wie wird gefördert?
Der Bildungsscheck wird im Rahmen einer Beratung in einer der Beratungsstellen des Landes ausgestellt. Er deckt 50 Prozent der Kurs- und Prüfungsgebühren ab, maximal 500 Euro. Die andere Hälfte der Kosten übernehmen der oder die Beschäftigte bzw. Berufsrückkehrende (individueller Zugang) oder der Arbeitgeber (betrieblicher Zugang) selbst. Im Zeitraum von zwei Kalenderjahren können Beschäftigte einen Bildungsscheck und Betriebe bis zu zehn Bildungsschecks in Anspruch nehmen.

Wo finde ich Informationen?
Interessierte wenden sich an eine Bildungsberatungsstelle in der Nähe ihres Wohnortes. Das Land bietet im Internet eine Beratungsstellensuche an: www.weiterbildungsberatung.nrw/beratungsstellensuche. Informationen erteilt auch das Infotelefon berufliche Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen unter der Rufnummer 0211 83719 29.